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Voice over IP (VoIP)

Nach der Ablösung der Analog- durch die Digitaltechnik vollzieht die Telefontechnik ihren nächsten großen Entwicklungsschritt:

Die paketorientierten Übertragungsprotokolle des Internets halten Einzug in die leitungsvermittelte Welt der Sprachnetze. Anbieter von Kommunikationsdiensten betreiben jeweils mehrere parallele Netze, um neben dem traditionellen Festnetzanschluss weitere Telefon- und Datendienste anbieten zu können: Mobiltelefonie, Voice Self Services, Kabelfernsehen, Interneteinwahl und komplexere, intelligente Netzdienste.

Ein wichtiges Thema ist daher die Netzwerkkonvergenz – die Zusammenführung mehrerer Informationstypen im gleichen Transportmedium bzw. Netz. Mit einem konvergenten Netz können Netzbetreiber und Kommunikations-Dienstanbieter ihre Sprach- und Datennetze in ein einziges Netz integrieren und dabei Kosten sparen für die technische Basis und den laufenden Betrieb. Ein Vorteil insbesondere für Unternehmen mit mehreren Standorten.

Die logische Wahl für das Übertragungsprotokoll in einem Next-Generation-Network (NGN-Netz) ist das IP Protokoll, das auf Grund seiner Verbreitung inzwischen von fast jedem Netzgerät unterstützt wird. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen der Übertragung von Daten und Sprache: Die Sprachübertragung muss in Echtzeit erfolgen. Die Qualität einer Sprachverbindung gilt bei einer Verzögerungszeit bis 200 Millisekunden als gut, bis zu 400 Millisekunden noch als akzeptabel. Das IP-Protokoll ist aber verbindungslos und überträgt die Daten nur mit variablen Verzögerungszeiten, die theoretisch einige Sekunden betragen können. Beim klassischen IP gibt es keine Garantie, dass die Daten in der gesendeten Reihenfolge bzw. überhaupt ankommen.

Um die Sprachübertragung über IP möglich zu machen, wurden in den letzten Jahren verschiedene Mechanismen zur Qualitätssicherung der Sprachübertragung in IP-Netzen entwickelt. Zu diesen Quality-of-Service-Mechanismen (QoS) gehören zum Beispiel MPLS, Diffserv und Intserv. Schwerpunkte dabei sind die Realisierung einer hohen Dienstgüte sowie der Einsatz neuer Signalisierungsprotokolle wie H.323, SIP, SCCP, MGCP, MEGACO und SIGTRAN. Dabei setzt sich das Session Initiation Protocol (SIP) immer stärker durch, zum Beispiel für den Anschluss von VoIP-Telefonen.

In Firmen-Netzen hat sich die VoIP Technologie inzwischen etabliert. Die Technik ist jetzt ausgereift und bietet bei neuen Bürogebäuden den großen Vorteil, dass von vornherein nur noch ein lokales Datennetz (LAN) installiert werden muss, welches den Verkehr einer VoIP-Nebenstellenanlage mittransportiert. Gerade für Call-Center Betreiber lohnt sich die VoIP Technik zur einfachen Verknüpfung von PC und Telefon.

Doch auch für Betreiber von großen Fernvermittlungsnetzen wird die VoIP-Technologie zunehmend interessant – mit VoIP rüsten sie ihre Netze für die nächste Generation von Kommunikationsdiensten auf. Bereits jetzt wird Endkunden ein VoIP-Anschluss im Paket mit DSL angeboten. In Zukunft werden die Kunden über eine einzige IP-Schnittstelle sowohl Daten als auch Telefondienste nutzen und dabei von neuen Funktionen und Leistungsmerkmalen profitieren.

Telenet realisiert seine Voice Portal Lösungen auch mit einer VoIP Anbindung, z. B. über H.323 oder SIP. Dabei verwenden wir Schnittstellenboards der Technologieführer Dialogic und NMS.


Voice Portale:

  • Genesys Voice Portal
  • Telenet MultiVoice

Für Kunden, die bereits mit VoIP arbeiten oder im Begriff sind, ihre Netze umzustellen, bieten wir Testlösungen in Zusammenarbeit mit unserem Partner Empirix an.

Remote Testdienstleistungen und VoIP Testproduke von Empirix:


 
 

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